SUSIES erkundet Hamburg:
Die Initiative „Stiftung Kinderjahre” engagiert sich für sozial und emotional benachteiligte Kinder

 

SUSIES Local Food auf Entdeckungstour in der eigenen Stadt: Mit der „Stiftung Kinderjahre” motiviert Hannelore Lay engagierte Mäzene, Hamburger Kindern ein Stück Zuversicht zu geben – und lädt zum Essen im Himmel über der Stadt

Allein hier oben stehen zu dürfen, rechtfertigt ein sattes Eintrittsgeld. Die 23. Etage des Emporio-Hochhauses ist einer der wundervollsten Aussichtspunkte Hamburgs, fast 100 Meter über der Elbe. Und so stehen an den bodentiefen Fenstern in Grüppchen die Gäste des Abends beieinander und versuchen sich zu orientieren: Ist das nicht...? Wohnt da nicht...? Und das da hinten, haben wir da nicht...? An diesem Abend für Kinder zeigen viele ihre verspielte Seite – und leben ihre Neugier aus. Bis schließlich den Kindern selbst die ganze Aufmerksamkeit gehört. 

Bis zu diesem Moment haben sie vor allem Apfelsaft ausgeschenkt, selbst gemachten. Und es war ihnen der Stolz in den Gesichtern anzusehen, als all die Erwachsenen nicht mit Champagner durch den großen Raum schlenderten, sondern mit ihrem Saft. Dann baute sich die bunte Kinderschar der Dulsberger Chorkatzen in ihren weißen Hemden auf der Bühne auf. Der Pianist nahm seinen Platz ein, und die Chorleiterin zeigte ihr mimisches Geschick, das so groß war, dass man die Lieder auch hätte „sehen” können. Würde man sie nicht hören aus mehr als 20 Stimmen, die mit großer Inbrunst intonierten. Standing Ovations, Jubel, Zugabe-Rufe. 

Das Konzept des Charity-Dinners ist nicht neu. Doch wurde es selten so harmonisch, nachvollziehbar und stimmungsvoll dargeboten wie an diesem Sonntag im Emporio. 125 Euro muss der Gast zahlen, um teilnehmen zu dürfen. 40 davon dienen der Unkosten-Deckung, 85 gehen als Spende an die Stiftung Kinderjahre.

Initiiert wurde das Projekt von der Unternehmers-Gattin Hannelore Lay, die ursprünglich mit ihrem Mann Geld für Schuluniformen gesammelt hatte. Doch gab es in Hamburg keine Mehrheit für Einheitskleidung. Was also tun mit den Spenden? So entstand die Idee, emotional und sozial benachteiligte Kinder zu fördern. Das Geld steht für Sport- und Kultur-Angebote zur Verfügung, die vor allem ein Ziel haben, das Selbstbewusstsein der Kids und Jugendlichen zu stärken. Das Essen macht dabei einen wichtigen Punkt aus. Denn es ist unumstritten, dass gerade in sozial schwachen Familien oft vor allem Fast Food und qualitativ minderwertige Tiefkühlgerichte auf den Tisch kommen. Darunter leiden die, die sich am wenigsten wehren können – die Kinder.

„Ich bin so gerührt, wenn ich das höre", sagt Hannelore Lay nun. Sie steht am Bühnenrand und wird befragt vom Journalisten und Stiftungsmitglied Henry Brinker, Thema: zehn Jahr „Stiftung Kinderjahre”. Und es ist immer wieder bemerkenswert zu hören, was der einzelne leisten kann. Hannelore Lay jedenfalls ist es gelungen, kreative und engagierte Menschen um sich zu scharen. Wir haben im Vorfeld viel mit Dirk Vorwerk zu tun, der sich auch sofort für unser Projekt begeistern konnte. Jetzt wird eine weitere Kreativ-Kraft auf die Bühne gebeten, die die Anstifterin Lay für ihr Projekt gewinnen konnte – Thomas Sampl, seines Zeichens Koch und Mastermind des Restaurants „Vlet” in der Hafencity. Sampl hat sich nicht lange bitte lassen und viel Energie in diese Veranstaltung gesteckt. 

 
  SUSIES LOCAL FOOD HAMBURG – das Netzwerk für regionales Essen verbindet die besten Adressen.

SUSIES LOCAL FOOD HAMBURG – das Netzwerk für regionales Essen verbindet die besten Adressen.

Die Smutjes

Restaurants:

Deutscher Matjes, Glückstadt

Fillet of Soul, Hamburg

Grand Hotel Heiligendamm

Gutsküche Wulksfelde

Jagdhaus Heiligendamm

Jellyfish, Hamburg

Kai3 im Hotel Budersand, Sylt

Landhaus Flottbek, Hamburg

Nord Event, Hamburg

Restaurant Sendig im Hotel Elbresidenz, Bad Schandau

Vlet, Hamburg

 

Manufakturen:

1001 Gewürze, Hamburg

Altländer Honig, Hamburg 

Elblounge, Hamburg

Feingeisterei, Gut Basthorst

Käse Kober, Hamburg

Schokovida, Hamburg

Son Campaner, Mallorca

 

Weitere Initiativen bei SUSIES

Kräuterwanderungen – Othmarschen

Hässliches Entlein – rettet krummes Gemüse

Auch diese Initiativen gefallen SUSIES

Treib.gut, Hallo Frau Nachbar, Grünanteil e.V.

 Hier steht dann was ....

Die „Smutjes”, wie sie sich scherzhaft nennen, zählen zu den Top-Köchen Deutschlands. Neben Sampl selbst stehen die Hamburger Patrick Gebhardt vom „Fillet of Soul” und Matthias Gfrörer von der „Gutsküche Wulksfelde” am Herd, Nils Egtermeyer vom „Jellyfish”, Maximilian Karl von „Nord Event” und Mario Steffen vom „Landhaus Flottbek”. Aus Glückstadt ist Matjes-Maitre Henning Plotz angereist und aus Heiligendamm kamen Ronny Siewert und Alexander Ramm. Aus Bad Schandau hat sich André Tienelt („Sendig” in der Elbresidenz) die Elbe hinab bewegt, und von Sylt kam Jens Rittmeyer aus dem Hotel „Budersand”. Begleitet wurden die Köche von einigen Manufakturen – „1001 Gewürze” zeigten ihre Kreationen, man konnte „Altländer Honig” probieren, die Küsse von Schokovida und norddeutschen Käse von „Käse Kober”. Die „Elblounge” schenkte Sekt ein und die „Feingeisterei” besonders milde, aber tiefsinnige Obst-Brände.

Zugegeben, wer nicht kulinarisch interessiert ist, wird mit all den Namen wenig anfangen können. Wer aber gern – und gern auch regional – isst, für den war dieser Abend ein Höhepunkt des Jahres. Wir jedenfalls haben uns bereits prophylaktisch den 8. Februar 2015 im Kalender vermerkt und freuen uns jetzt schon auf die Dulsberger Spatzen. Vor allem aber haben wir den Abend genossen und uns einmal durch die moderne Regionalküche des Nordens gegessen (demnächst mehr bei SUSIES). Auch dafür danken wir Hannelore Lay, Thomas Sampl und der Stiftung Kinderjahre.

 Und hie roch was nettes zum Abschluss

Infos  

Stiftung Kinderjahre 

www.stiftung-kinderjahre.de