SUSIES geht essen:
Hamburgs beste Restaurants mit regionaler Küche –
„Frau Ultrafrisch” in Winterhude

 

SUSIES Local Food auf Genuss-Tour in Hamburg: Eine junge Frau beginnt nach dem Studium in der Lebensmittel-Industrie zu arbeiten – und weiß nach kurzer Zeit, sie will doch lieber die Welt verbessern. Wir stellen vor: Janina Tomaszewska, „Frau Ultrafrisch”

Dies ist eine Geschichte, wie man sie von Zeit zu Zeit über Top-Manager liest, die jahrelang in ihrem Hamsterrad rennen, bis sie in eine Sinnkrise stürzen (nicht selten über ihr bisheriges Tun). Sie kündigen, nehmen ihr Geld und beginnen ein neues Leben, in dem sie alles anders machen wollen. Vor allem besser.

Bei Janina war es auch so: Sie hat ihr BWL-Studium abgeschlossen mit einer Diplom-Arbeit über die Wertschätzung von Lebensmitteln in Deutschland. Eine Arbeit, mit der die junge Frau viel Aufmerksamkeit erzielte und einen vermeintlich interessanten Job in der Lebensmittel-Industrie bekam. Doch während andere ein halbes Leben brauchen, um zu erkennen, dass das, was sie tun, nicht ist, was sie wollten, weiß Janina nach weniger als einem Jahr, das sie das nicht will. „Ich habe mich vor allem gefragt, was machen die mit unserem Essen, ohne dass wir davon erfahren?”

Und so kommt es, dass wir jetzt einer blonden Mittzwanzigerin im weißen Pulli gegenüber sitzen, die – von der Industrie enttäuscht – den Weg der Selbstverwirklichung gegangen ist. Sie kündigt ihren gut dotierten Job und beschließt, ein eigenes Restaurant zu eröffnen, in dem nur „korrekt” gekocht wird. Auf der Suche nach einem geeigneten Ladenlokal bietet man ihr einen ehemaligen Club in Winterhude an, nicht weit von der Alster entfernt. Sie greift zu, verschiebt aber die eigentlich nötige Komplett-Renovierung und ergänzt das Lokal nur so, dass es als kleines, stimmiges Restaurant funktionieren kann. Im Vordergrund steht nicht das Design, sondern die Qualität der Speisen.

Im Bistro „Frau Ultrafrisch” kommen keine verrückten Gerichte auf den Tisch, Janina und ihre Mitarbeiter experimentieren nicht. Am ehesten könnte man den Kochstil von „Frau Ultrafrisch” als zeitgenössische Hausmannskost bezeichnen, als local food im besten Sinne: Denn hier wird fast alles selbst gemacht: Brot gebacken, Frikadellen gebraten, Chutneys und Saucen gerührt, Sandwiches belegt, Smoothies gequirlt. Dazu serviert das Ultrafrisch-Team Bio-Ziegen- oder Hofkäse, Hähnchenfilet oder Rindersteak, Pasta oder selbst gemachte Kartoffelecken. In allem hier steckt viel Liebe und viel gutes Engagement.

 
  SUSIES LOCAL FOOD HAMBURG – das Netzwerk für regionales Essen verbindet die besten Adressen.

SUSIES LOCAL FOOD HAMBURG – das Netzwerk für regionales Essen verbindet die besten Adressen.

Janinas Lieblings-Adressen für regionales Essen in Hamburg

Mosterei Wendt in Alveslohe – Der Obsthof stellt Säfte von herausragender Qualität her, bietet aber auch die Möglichkeit, die eigenen Äpfel vermosten zu lassen: 15 Kilogramm Äpfel ergeben eine Kiste mit 12 Flaschen á 0,7 Liter Saft!

Die beste local cuisine bei SUSIES

Vlet – Hafencity

Zum Spätzle – Neustadt 

Altes Mädchen – Sternschanze

Gutsküche Wulksfelde – Tangstedt

Auch diese Adressen gefallen SUSIES

Tarterie St. Pauli, Speisekammer, Lokal1, 

Mir war klar: Will ich die Lebensmittel-Welt verbessern, muss ich früh anfangen.
— Janina

Die Gerichte von Frau Ultrafrisch kann man für Events und Veranstaltungen buchen. Seit einiger Zeit bietet Janina ihr Essen auch als Catering an. Dann springen die Ultrafrisch-Mädels in ihre Supergirl-Anzüge und rasen durch Hamburg, um die Welt zu retten. Wir treffen sie an einem Sonnabend, Janina und ihr Team backen und belegen, rühren und mixen, Brote und Quiches werden geschnitten, Käse und Wurst wird anrichtet. Und wir klauen hier mal eine Ecke Flammkuchen, picken da mal etwas Kuchen auf. Mhmm, lecker. Perfekte Gelegenheit für ein kurzes Interview.

Wieso „Frau Ultrafrisch“?

Eigentlich wollte ich das Lokal „Ponyhof” nennen. Doch der Name war schon vergeben. Unter Ponyhof hatte ich, quasi als Claim, immer geschrieben: „ultrafrisch und regional”. Und nach viel hin und her fiel dann die Entscheidung für „Frau Ultrafrisch” mit dem Claim: „regional, selbstgemacht, gut für dich!” Man soll sofort wissen, woran man ist.

Wie wichtig sind regionale Produkte für deine Küche?

Sehr, man könnte auch sagen: Regionalität ist der Kern von „Frau Ultrafrisch”. Bevor wir hier gestartet haben, bin ich immer wieder in die Umgebung gefahren auf der Suche nach Lieferanten und Produkten. Dabei musste ich auch lernen, dass viele Bauern nicht sehr geschäftstüchtig sind, manchen musste ich mich als Kundin quasi aufdrängen.

Wie ließe sich deine Küche am besten charakterisieren?

Regional, frisch, unbeschwert. Es wird alles selbstgemacht. Ich habe eine große Bandbreite – von vegetarischen, sogar veganen Gerichten bis zu Mahlzeiten mit Fleisch, außerdem biete ich gluten- und laktosefreie Speisen an.  

Du bist jung, dein Lokal ist erfolgreich. Was sind deine Ziele?

Ja, ich habe früh angefangen. Aber mir war klar, will ich die Lebensmittel-Welt verbessern, muss ich früh anfangen. Erst einmal will ich den Stil stabilisieren. Sobald unser Restaurant genug Geld verdient, werden wir es renovieren. Und dann könnte ich mir schon vorstellen, ein zweites und drittes „Frau Ultrafrisch”- Restaurant zu eröffnen...


Frau Ultrafrisch 

Janina Tomaszewska

Hofweg 95

Hamburg-Winterhude

www.ultrafrisch.de

Mo – Fr 11.30 – 15.30 Uhr und 18 bis 22 Uhr, Sa 12 – 16 Uhr, danach mit Reservierung  

 

SUSIES Empfehlungen: Wir mochten die Linsenfrikadellen mit vegetarischen Bratkartoffeln und den leckeren Saft der Privatmosterei Wendt.