SUSIES stellt vor:
Local Food Blogs in Hamburg – Hannah Ritter und ihr „Projekt Gesund Leben”

 

SUSIES Local Food trifft Bloggerin Hannah Ritter auf dem Isemarkt. Die Gesundheitswissenschaftlerin hat sich selbst zum „Projekt: Gesund leben” erklärt – weil sie so ist. Und weil sie anderen zeigen will, dass es geht. Inzwischen verzichtet sie auf Zucker.

Klar, es ist nur ein Vorurteil. Aber es sitzt einem hartnäckig im Nacken. Und als Hannah mit einem schüchternen, aber doch offenen und strahlenden Lachen am Isemarkt auf uns zu kommt, hockt es da noch eine Weile – bis es sich verabschiedet, das garstige Vorurteil, das eine eher freudlose, leicht verkniffene Frau erwartet hat, ernährt sie sich doch vor allem... gesund.

Doch Hannah ist anders, groß, dynamisch, aufgekratzt, die Haut hell und schier, die Haare voll und lang und mit der Tendenz sich ein wenig zu wellen. Sie trägt Jeans und ein dunkelgrünes Field-Jacket. Und sie gibt unumwunden zu, dass sie sich mit uns auf dem Isemarkt treffen wollte, weil der ganz hübsch sei. Einkaufen gehe sie da nicht. Wir lachen. Und schlendern mit ihr unter dem Hochbahnviadukt an den Marktständen vorbei – Obst und Gemüse, Brot und Wurst, Snacks und Bürsten.

Gelegenheit für Hannah, aus ihrem Leben zu erzählen. Dass sie schon immer gern geschrieben hat. Und dass sie sich so lange sie denken könne für Sport und eine nachhaltige Lebensweise interessiere. Von daher war es für sie nur folgerichtig, dass sie Gesundheitswissenschaften studiert hat und jetzt freiberuflich etwas macht, was sich Gesundheitsmanagement nennt: Sie berät Unternehmen darin, wie sie in ihre Mitarbeiter investieren können, bevor es zu Krankheit und Burnout kommt. Und Hannah sagt, dass sich schon viel geändert habe, immer öfter würde sie auch von kleinen und mittelständischen Agenturen und Firmen gebucht werden. Gesundheitsmanagement als Element der zeitgenössischen Unternehmensphilosophie.

Schließlich erreichen wir einen Marktstand mit Bio-Obst und -Gemüse aus der Schalsee-Region. Hannah bleibt stehen, um die Zutaten für ihr Rezept einzukaufen: Spinat, Birne, Bananen, Limette – für einen grünen Smoothie. Diese vitaminhaltigen Salatsäfte gelten als modernes Powerfood. Mit einer kleinen Papiertüte voller Gesundheit gehen wir wieder zurück. Zeit für ein kurzes Interview.

 
 SUSIES LOCAL FOOD HAMBURG – das Netzwerk für regionales Essen verbindet die besten Adressen.

SUSIES LOCAL FOOD HAMBURG – das Netzwerk für regionales Essen verbindet die besten Adressen.

Hannahs Lieblings-Adressen für regionales Essen in Hamburg

Tassajara in Eppendorf – vegetarisches Restaurant mit verblüffend-leckeren Speisen wie „Dinkelvollkornspätzle mit Austernpilzen”.

Dear Matsu in Eppendorf – veganes Café und Teehaus mit ungezählten Sorten, jeden Tag ein frisches Hauptgericht. 

Café Altamira in Ottensen – ob die Tapas immer aus regionalen Zutaten bestehen? Ich hoffe. Sie sind jedenfalls sehr gut.

Local Blogs bei SUSIES:

The Vegetarian Diaries – Altona

Kitchenmate – St. Pauli

S-Küche – Winterhude

 

Auch diese Blogs gefallen SUSIES:

S-Küche, Kitchenmate,  Lykkelig, Hamburg kocht, Stevan Paul 

Wie bist du auf die Idee gekommen, zuckerfrei zu leben?

Viele Menschen starten mit einem Projekt ins neue Jahr. Ich bin ein Schokoladen-Junkie. Ich esse abends gern Schokolade, sehr gern auch mal eine ganze Tafel. Und dieser Heißhunger ist mir irgendwann einfach auf die Nerven gegangen. Ich wollte wissen, ob ich darauf verzichten kann. Und um es in den Griff zu kriegen, habe ich ein großes Thema draus gemacht: „zuckerfrei”. Es hilft, wenn ein Vorhaben zum Projekt wird.

Klar, das macht es leichter. Aber ist es deshalb auch einfacher, sich zuckerfrei zu ernähren?

Es ist irre, wie viele Lebensmittel Zucker enthalten. Fertiggerichte kann man eigentlich gar nicht mehr kaufen. Noch viel deprimierender sind meine Erfahrungen aus Cafés und Restaurants. Es gibt kaum zuckerfreie Gerichte.

Fragst du die Kellner?

Das habe ich anfangs getan. Doch es hat sich schnell gezeigt, dass es nichts nützt, nur zu fragen, ob ein Gericht Zucker enthält. Inzwischen sage immer, ich hätte eine Zucker-Intoleranz. Dann agiert die Küche mit größerer Vorsicht. Um Starbucks und Co. muss ich genau so einen Bogen machen wie um die allermeisten Produkte der großen Lebensmittelkonzerne. Es ist eigentlich schade, was einem da untergejubelt wird.

Wie kommst du inzwischen klar – mit dem Zucker-Verzicht?

In der ersten Woche ist es mir erstaunlich leicht gefallen. Vor allem der Heißhunger, der mich abends oft heimgesucht hat, war wie weggeblasen. Ich dachte schon, das ist ja gar kein Problem, auf Zucker zu verzichten. In der zweiten Woche wurde es dann schwer, ich war mit meinem Freund in der Stadt, wollte einen Kaffee trinken – und habe überall nur Süßkram gesehen...

Wie regional ernährst du dich?

Je mehr man sich mit Essen befasst, desto bewusster und aufmerksamer wird man. Regionales Essen ist ein Thema für mich. Und doch liebe ich auch Bananen und Limetten...

Du hast ein Rezept für uns. Was ist es?

Ein grüner Smoothie ist quasi ein Salat aus dem Mixer und schmeckt superlecker. Die Zubereitung ist einfach: Ein Portion Grünzeug, etwa Spinat, Gurke oder Salat. Ein bis zwei Obstsorten wie Ananas, Banane, Birne. Vielleicht noch ein Superfood wie Ingwer, Goji oder Cranberries, und Wasser oder Saft. Am Anfang verwendet man noch mehr Obst. Sobald man sich dran gewöhnt hat, erhöht man den Grün-Anteil. Ein gesunder Drink für alle, die keine drei Portionen Gemüse am Tag schaffen. 


Projekt Gesund Leben

Hannah Ritter 

www.projekt-gesund-leben.de

 

SUSIES Tipp: Der grüne Smoothie schmeckt durch Banane und Birne viel obstiger als gedacht. Man kann ihn mit Apfelsaft strecken, falls einem das Getränk zu zähflüssig ist.