SUSIES stellt vor: Hamburgs beste Manufakturen für regionale Produkte – „BioBob” in Altona

 

SUSIES Local Food besucht „BioBob” in Altona. Mareike und Jonas hatten ein Konzept ausgearbeitet über ein Liefersystem für gesunde Snacks. Doch es sollte in einer Schublade verschwinden. Da haben sie es kurzerhand selbst gemacht. 

„Neuseeland-Apfel” – das ist einer der Reizbegriffe, mit denen sich Mareike und Jonas hin und wieder auseinander setzen müssen – „Erdbeeren aus Spanien” und „Obst aus Holland” sind andere. Manche Kunden reagieren sehr emotional, meinen dass Äpfel per se aus dem Alten Land kommen müssen, dass Früchte aus den Niederlanden eine schlechtere CO2-Bilanz haben als solche vom Bodensee, und dass Erdbeeren nicht in Flugzeuge gehören. Letzterer Fakt ist unbestritten. Obst, das in die Luft geht, kann bei Umwelt-Aspekten nicht überzeugen. Doch um die Äpfel aus downunder zu bewerten, ist es erforderlich, genau zu rechnen: Auf der einen Seite der Bilanz steht der Schiffs-Transport, auf der anderen die Lagerung in großen Kühlhallen, auf der einen Seite schlagen ideale Witterungsbedingungen positiv zu Buche, auf der anderen müssen Gewächshäuser oder Plastikfolien, um die Bäume vor Frost zu schützen, mit einbezogen werden. Es ist nicht alles so eindeutig wie man sich das manchmal gern wünscht.

Dass sie überhaupt mal in die Situation kommen würden, Früchte vom anderen Ende der Welt zu verteidigen, hätten Mareike und Jonas sich ohnehin nicht träumen lassen. Viele Jahre haben die beiden auf dem Gut Wulksfelde gearbeitet und zuletzt für den umtriebigen Hof, der sehr erfolgreich ist mit seinen Bio-Kisten, ein Konzept erarbeitet über einen Obst-Versand für Firmen: Die Idee, einen gesunden Snack anzubieten, um den sich ein Unternehmen gar nicht kümmern muss, den es wie ein Abonnement abschließt, kam gut an. Und sollte dann doch nicht verwirklicht werden. Mareike und Jonas aber glaubten daran, nahmen all ihren Mut zusammen, kündigten ihre Festanstellung und wurden zum Obst-Start-Up.

Inzwischen ist BioBob fünf Jahre alt. Und viele Ideen der Anfangs-Euphorie mussten, nun ja, angepasst werden. So wollte man ursprünglich nur mit Fahrrädern ausliefern. Doch dafür ist Hamburg zu groß, und eine Firma, die Obst bestellt hat, um es ihren Mitarbeitern zur Verfügung zu stellen, legt vor allem wert darauf, dass es da ist. Dafür, dass es noch radelt, gibt es keine Sympathiepunkte. Und deshalb kommen die Räder nur noch im näheren Umfeld zum Einsatz. Auch das Thema Regionalität haben die beiden Schritt für Schritt neu justiert. Selbstverständlich bieten sie Süd-Früchte an. Bei der Bestellung kann der Kunde aber wählen, aus welcher Region das Obst stammen soll. Zudem gibt es auch Trockenfrüchte und Nüsse, Rohkost und Snacks. Und so hat sich BioBob zu einem perfekten Lieferanten für moderne Unternehmen und Büros entwickelt.

 
SUSIES LOCAL FOOD HAMBURG – das Netzwerk für regionales Essen verbindet die besten Adressen.

SUSIES LOCAL FOOD HAMBURG – das Netzwerk für regionales Essen verbindet die besten Adressen.

Mareike und Jonas Lieblings-Adressen für regionales Essen in Hamburg

Gut Wulksfelde – sehr umfangreiches, sehr gutes Bio-Sortiment, feines Restaurant.

Regionalwaren – das Online-Portal für regionale Produkte von Ulf Schönheim, ein ambitioniertes Start-Up.

Sosumi – ein neues Koch-Team, das vor allem Suppen, Saucen und Fonds anbietet, interessantes Projekt.

Foodist – auch noch ganz jung, bei diesem Unternehmen kann man eine Kiste mit feinen Lebensmitteln abonnieren.  

Die besten local producer bei SUSIES:

Senf Pauli – Senf und Saucen

Jö Makrönchen – Macarons

Hof Eggers – Bio-Fleisch und Aufstriche 

Auch diese Adressen gefallen SUSIES:

Mr. Hoban´s Coffee Roastery, pHenomenal Tonic, Lemonaid, Goldburger 

Inzwischen hat das einstige Start-Up eine große Halle gemietet, in der ab 5 Uhr morgens mehr als 20 Mitarbeiter die Bio-Kisten und -Taschen für die einzelnen Bestellungen packen, auf die Wagen aufteilen und ausfahren. Jetzt, am Nachmittag, ist hier nichts los. Die beiden Büro-Hunde tollen draußen über den Hof, wir schlendern mit Mareike und Jonas durch die Halle, und sie erklären wie alles funktioniert. Mareike, einen blonden Dutt auf dem Kopf und einen bunten Schal um den Hals, schnappt sich eine Orange und beginnt die zu schälen. Sie bietet Jonas, dem Mann mit der Mütze, die andere Hälfte an. Die beiden essen das saftige Obst und lachen über einige der Kritzeleien an einer Wand. Die Stimmung ist gut im Hause BioBob. Gelegenheit für ein kurzes Interview.

 

Wieso „BioBob“?

Wir waren auf der Suche nach einem überzeugenden Namen, der nicht zu ernst ist. Es soll auch Spaß machen, gesund zu essen. Und doch muss unsere Message, dass wir Bio-Produkte liefern, rüber kommen. So  entstand BioBob. Uns gefällt es.  

Wie regional sind eure Produkte?

Ach, das kommt darauf an. Der Kunde kann bei uns wählen, ob regional, europäisch oder international. Auf die Regionalitätsdebatte reagieren wir ein wenig allergisch, die kommt uns manchmal wie bloße Schuldzuweisung vor, als ob jemand, der Äpfel aus Neuseeland isst, Schuld wäre am Klimawandel. Aber so einfach funktioniert das nicht. Wer sich ausschließlich regional ernährt, ist sicherlich ein besserer Mensch. Aber wer tut das schon?

Wann zeichnete sich ab, dass BioBob ein Erfolg wird?

Es war eigentlich von Anfang an klar, dass BioBob funktionieren würde. Wir haben ja im Vorfeld mehrere Unternehmen kontaktiert, viele habe auf so ein Angebot gewartet.

Wie würdet ihr eure Philosophie beschreiben?

Serviceorientierung. Das wichtigste für unsere Kunden ist, dass wir auf ihre Wünsche eingehen, dass wir pünktlich liefern, und dass wir flexibel sind. So reduzieren wir etwa die Anzahl an Birnen im Sortiment, wenn wir sehen, dass die nicht so gut ankommen.


BioBob

Mareike Imbt, Jonas Puschke-Rui

Waidmannstr. 12b, Haus 4

22769 Hamburg

Tel. 040-43 21 46 56

www.biobob.net

BioBob beliefert nur Firmen und Büros und keine Privatpersonen.

BioBob ist eine Empfehlung von Gregor aus dem Restaurant Waku Waku.

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